Die Rechnung ist auch ohne Trinkgeld vollständig

Unaufgeregt aufrunden

In der Schweiz sind Gäste nicht zum Trinkgeld verpflichtet. Guter Service darf trotzdem mit einem aufgerundeten Betrag oder einem bewusst gewählten Extra belohnt werden, ohne dass jedes Terminal zum Prozenttest wird.

Die wichtigste Schweizer Trinkgeldregel lautet: kein Druck. Der Service ist im Preis enthalten, der Betrag auf der Rechnung ist also vollständig. Schweiz Tourismus nennt im Restaurant rund 10 % oder einen aufgerundeten Gesamtbetrag als vielerorts üblich. Beides bleibt eine Entscheidung, keine Pflicht.

Die kurze Antwort Bei gewöhnlichem, korrektem Service können Sie einfach den Rechnungsbetrag zahlen. Für guten Restaurantservice runden Sie auf oder geben etwa 5–10 %; im Café genügt ein kleiner Aufschlag. Nennen Sie der Bedienung den gewünschten Endbetrag, bevor Sie mit Karte zahlen oder Bargeld übergeben. Ein Vorschlag auf dem Bildschirm verpflichtet zu nichts.

Das Dankeschön dem Service anpassen

NORMALDen genauen Rechnungsbetrag zu zahlen ist in OrdnungGUTPassend aufrundenAUSGEZEICHNETEtwa 5–10 %, freiwillig

Nennen Sie beim Bezahlen den Endbetrag

Nennen Sie bei Barzahlung den gewünschten Endbetrag, während Sie die Scheine übergeben. Bei einer Rechnung über CHF 46 bedeutet «50», dass kein weiteres Wechselgeld zurückgegeben werden soll. Bei Kartenzahlung können Sie den Endbetrag vor dem Auflegen der Karte eingeben lassen, falls Terminal oder Bedienung keinen klaren Trinkgeldschritt anbieten.

Ein Trinkgeldbildschirm ändert keine Schweizer Gepflogenheiten

DER DREI-SEKUNDEN-TRINKGELD-CHECKSERVICE · SITUATION · ENTSCHEIDUNG
War der Service inbegriffen?Ja, die Rechnung ist vollständig
War der Service gut?Auf Wunsch aufrunden
War der Service aussergewöhnlich?Ein bewusst gewähltes Extra ist willkommen
Hat das Terminal gefragt?Null bleibt eine gültige Option

Im Restaurant ist mehr üblich als am Tresen

In einem Restaurant mit Bedienung am Tisch passen ein aufgerundeter Gesamtbetrag oder ein kleiner Prozentsatz am ehesten. An der Bäckertheke, beim Kaffee zum Mitnehmen oder beim Selbstbedienungs-Lunch ist normalerweise kein Extra nötig. Löst jemand ein echtes Problem oder kümmert sich besonders aufmerksam, kann ein kleines persönliches Dankeschön trotzdem angebracht sein.

Beim Taxi darf der Betrag rund werden

Bei einer normalen Taxifahrt mit Taxameter genügt es, den Fahrpreis aufzurunden. Wer viel Gepäck trägt, während einer Störung wartet oder besonders hilfreiche Tipps gibt, darf mehr bekommen. Prüfen Sie bei einem Hoteltransfer zuerst, ob bereits ein Festpreis gilt.

Im Hotel zählt eine echte Hilfe, nicht jede geöffnete Tür

Bei einem gewöhnlichen Aufenthalt in der Schweiz brauchen Sie kein tägliches Umschlagritual. Ein paar Franken passen, wenn ein Gepäckträger mehrere schwere Taschen übernimmt; auch das Housekeeping kann nach besonders aufmerksamem Service einen kleinen Betrag erhalten. Beim Concierge ist Trinkgeld sinnvoll, wenn jemand etwas Wichtiges organisiert oder ein echtes Problem löst, nicht für das Überreichen eines Stadtplans.

Bargeld nutzen, wenn Trinkgeld per Karte umständlich ist

Lässt das Terminal kein Trinkgeld zu oder ist die Zahlung schon abgeschlossen, sind ein paar Franken direkt für die Bedienung eine klare Lösung. Lassen Sie eine Zahlung nicht nur wegen eines Prozentsatzes erneut durchführen. Es geht um Wertschätzung, und in der Schweiz darf sie unaufgeregt bleiben.