Die neunte Banknotenserie zeigt die vielen Facetten der Schweiz. Jede Gestaltung beginnt mit einer Hand, ein Globus stellt sie in einen größeren Zusammenhang und ein Ort in der Schweiz verankert das Thema im Land. Liest man vom 1.000-Franken-Schein hinunter zum Zehner, vollführt der Globus eine vollständige Drehung: Ein ganzer Tag steckt in sechs Papierstücken.
Banknoten
Schweizer Frankennoten sind kräftig, vertikal und voller Bewegung: Jede Farbe trägt eine andere Idee, von Zeit und Licht bis hin zu Wasser und Sprache.
Schweizer Banknoten sind im Hochformat gestaltet. Jeder Nennwert folgt einem abstrakten Thema: Zeit, Licht, Wind, Wasser, Materie und Sprache, verbunden durch Menschen und Landschaften der Schweiz. Das Kunstwerk „Cash by Country“ ist eine eigenständige, vereinfachte Interpretation und kein gesetzliches Zahlungsmittel.
Zuerst die Farbfolge lernen, dann die Themen
Die Banknoten sind nicht ohne Grund vertikal
Das Hochformat gibt Hand, Globus und der großen Wertzahl Raum für eine markante Säule. Dadurch fühlt sich eine Schweizer Banknote schon anders an, bevor Reisende ein Wort lesen. Jede Farbe trägt ein Thema: Gelb bei 10 steht für Zeit, Rot bei 20 für Licht und Grün bei 50 für Wind. Blau bei 100 setzt die Reihe mit Wasser fort, Braun bei 200 mit Materie und Violett bei 1.000 mit Sprache.
Eine kleine Münze mit rekordverdächtiger Geschichte
Das 10-Rappen-Stück ist seit 1879 in weitgehend unveränderter Gestaltung im Umlauf. Guinness führt es als ältestes noch umlaufendes Münzdesign. Daneben gibt es ein goldfarbenes 5-Rappen-Stück sowie silberfarbene Münzen zu 20 Rappen, einem halben Franken und 1, 2 und 5 Franken. Der Halbfranken ist kleiner als das 20-Rappen-Stück, weil seine Größe aus einem älteren, am Silberwert orientierten System stammt und nicht unserer heutigen Dezimallogik folgt.
Die Echtheit in drei Schritten prüfen
Auch gesetzliches Zahlungsmittel folgt den Bedingungen einer Zahlung
Schweizer Banknoten sind ohne Begrenzung des Nennwerts gesetzliches Zahlungsmittel, und bis zu 100 reguläre Münzen müssen grundsätzlich angenommen werden. Die SNB erklärt jedoch, dass diese Regeln dispositiv sind: Ein privater Vertrag oder eine klar ausgewiesene Zahlungsbedingung kann Bargeld ausschließen. In der Praxis bleibt Bargeld ungewöhnlich fest verankert. In der Unternehmensumfrage der SNB von 2024 akzeptierten es 98 Prozent der Befragten.
Die 1.000-Franken-Note bündelt viel Umlaufwert, bleibt aber selten im Portemonnaie
Die 1.000-Franken-Note macht einen großen Teil des Werts der umlaufenden Banknoten aus, aber einen deutlich kleineren Anteil an ihrer Stückzahl. Das spricht eher für Wertaufbewahrung und große Zahlungen als für tägliche Reiseausgaben. Bitten Sie beim Abheben oder Wechseln um kleinere Scheine und behandeln Sie einen Tausender als geplante Zahlung, nicht als Schein, den man beiläufig wechselt.
Eine neue Serie kommt, aber nicht morgen
Die SNB wählte 2026 ein Siegerkonzept für eine zehnte Serie zum Thema Schweiz und ihre Höhenlagen. Die Gestaltung kann sich noch erheblich ändern; die Ausgabe ist frühestens für Anfang der 2030er-Jahre vorgesehen. Für Reisen sollte man deshalb weiterhin die farbigen Banknoten der neunten Serie kennenlernen.
