Der Bahnsteig ist offen, das Billett muss trotzdem vorher gekauft sein

Das Ticket vor dem Zug

An Schweizer Bahnhöfen gelangen Sie oft ohne Zugangssperre direkt zum Bahnsteig. Die entscheidende Schranke ist unsichtbar: Ihr Billettkauf oder EasyRide-Check-in muss vor der Abfahrt abgeschlossen sein.

Das Schweizer Bahnsystem ist leicht zu verstehen, sobald eine Gewohnheit sitzt: erst kaufen, dann einsteigen. Die SBB verkauft an Bord keine Billette, und nach der Abfahrt gibt es keine Schonfrist. Das gilt für ein gewöhnliches Billett ebenso wie für eine per EasyRide gestartete Fahrt.

Die kurze Antwort Schliessen Sie den Billettkauf oder den EasyRide-Check-in vor der tatsächlichen Abfahrt vollständig ab. Ein drehender Ladekreis auf dem Zahlungsbildschirm ist noch kein gültiges Billett. SBB.ch und SBB Mobile akzeptieren gängige Karten, ohne dass für jeden Kauf ein Konto nötig ist; an Automaten können Sie mit CHF, Karten und mehreren weiteren Methoden zahlen. Bei einem Pass sollten Sie genau prüfen, welche Bergbahn, Schiffsverbindung oder Stadtzone eingeschlossen ist.

Vor dem Bahnsteig das passende Angebot wählen

FESTE VERBINDUNGStreckenbillett oder SparbillettFLEXIBLER TAGEasyRide oder TageskarteREISE FÜR GÄSTESwiss Travel Pass-Vergleich

Entscheidend ist die tatsächliche Abfahrt

Laut SBB muss der Kauf oder Check-in vor der tatsächlichen Abfahrt von Zug, Bus oder Schiff vollständig abgeschlossen sein. Bei einer Verspätung zählt die wirkliche Abfahrtszeit; bis zum Schliessen der Türen zu warten, ist dennoch ein unnötiges Risiko. Öffnen Sie das Billett noch in Ruhe auf dem Bahnsteig und prüfen Sie Datum, Reisende und Strecke.

Eine Zahlungsbestätigung ist noch nicht immer ein gültiges Billett

CHECK AUF DEM BAHNSTEIGBILLETT VOR ABFAHRT BEREIT
RouteStart und Ziel stimmen
ReisenderName, Alter und Ermässigung stimmen
ZeitFür diese Verbindung gültig
EasyRideCheck-in vollständig aktiviert

Am Billettautomaten wird aus Euro schnell Franken-Wechselgeld

SBB-Billettautomaten akzeptieren CHF-Münzen und -Noten, Euro-Banknoten, Karten, mobile Wallets und TWINT. Nimmt ein Automat Euro an, erhalten Sie das Wechselgeld in Schweizer Franken. Das kann bei der Ankunft einmalig helfen; vergleichen Sie die EUR-Umrechnung trotzdem mit einer direkten Kartenzahlung in CHF.

Der Swiss Travel Pass deckt viel ab, aber nicht alles

Der Swiss Travel Pass ist für Personen mit ständigem Wohnsitz ausserhalb der Schweiz und Liechtensteins bestimmt. Er gilt in einem grossen Netz von Zügen, Bussen und Schiffen, im Stadtverkehr von mehr als 90 Orten sowie auf ausgewählten Bergausflügen. Bei anderen Bergstrecken gibt es statt vollständiger Inklusivleistung möglicherweise nur eine Ermässigung. Führen Sie den vorgeschriebenen Reisepass oder Identitätsausweis im Original mit.

Die Swiss Half Fare Card kann günstiger sein als freie Fahrt

Wer nur einige teure Bergbahnen plant, statt ständig durchs ganze Land zu fahren, sollte Swiss Half Fare Card plus Einzelbillette mit dem Swiss Travel Pass vergleichen. Legen Sie zuerst die tatsächliche Route fest. Ein Pass spart nur dann Geld, wenn sein Geltungsbereich zur Reise passt; für einen Panoramazug kann trotzdem eine separate Reservierung nötig sein.

Eine App verbindet viele Anbieter, die Tarifregeln bleiben trotzdem wichtig

Mit SBB Mobile lassen sich Billette für den öffentlichen Verkehr in der ganzen Schweiz kaufen – praktisch als zentrale App für Gäste. Die Bedingungen der einzelnen Angebote verschwinden dadurch aber nicht: Sparbillette können zuggebunden sein, Pässe haben Geltungsgrenzen und im Nahverkehr gelten oft Zonen. Lesen Sie die Billettbedingungen vor dem Kauf und nicht erst bei der Kontrolle.