Trinkgeld ist in österreichischen Restaurants, Kaffeehäusern, Taxis und bei einigen persönlichen Dienstleistungen üblich, aber kein verpflichtender Aufschlag nach amerikanischem Vorbild. Die offiziellen Wiener Reiseinformationen nennen je nach Zufriedenheit 5–10 % als normal: Rund 10 % sind in Restaurants und Kaffeehäusern üblich, bei einer sehr hohen Rechnung können auch 5 % angemessen sein.
Der Trick mit dem genannten Endbetrag
Sie brauchen kein perfektes Deutsch. „Zwanzig, bitte“ funktioniert in einer englischen Konversation und stimmt so bedeutet „Das Wechselgeld stimmt so“, wenn der übergebene Betrag genau dem gewünschten Endbetrag entspricht. Sagen Sie es nicht stimmt so wenn Sie für eine Rechnung über 18,60 EUR einen 100-Euro-Schein überreichen – außer Sie wollen tatsächlich so viel Trinkgeld geben.
Kaffeehäuser, Restaurants und Taxis
| Situation | Gute Vorgehensweise | Beim Bezahlen |
|---|---|---|
| Restaurant oder Kaffeehaus mit Tischbedienung | Für einen guten Service auf etwa 5–10 % runden. | Nennen Sie beim Bezahlen den Endbetrag. |
| Sehr hohe Restaurantrechnung | Etwa 5 % können durchaus angemessen sein. | Wählen Sie einen runden Endbetrag, statt einer exakten Formel hinterherzurechnen. |
| Thekencafé, Bäckerei oder Imbiss | Ein fester Prozentsatz ist hier nicht üblich. | Ein kleines Aufrunden oder etwas für das Trinkgeldglas ist freiwillig. |
| Taxi | Bei gutem Service aufrunden oder etwa 5–10 % geben. | Nennen Sie den Endbetrag, bevor Wechselgeld herausgegeben oder die Kartenzahlung bestätigt wird. |
| Hotelportier | 1–2 EUR pro Gepäckstück sind ein einfaches, freiwilliges Dankeschön. | Direkt nach der Hilfe überreichen. |
| Zimmerreinigung | 2–5 EUR pro Tag für guten Service. | Gut sichtbar hinterlassen, am besten täglich. |
| Reiseleitung | Passen Sie den Betrag an die Zeit, die Gruppengröße und den persönlichen Charakter der Tour an. | Am Ende direkt überreichen. |
Die kleinen Beträge für Hotelpersonal und Reiseleitung sind Richtwerte, keine offiziellen Tarife. Trinkgeld bleibt freiwillig.
Bei Kartenzahlung das Trinkgeld früh nennen
Laut WienTourismus kann Trinkgeld in die Kartenzahlung aufgenommen werden. Nennen Sie der Bedienung den gewünschten Endbetrag, bevor die Transaktion abgeschlossen wird, denn manche Terminals erlauben danach keine Ergänzung mehr. Kann das Lokal das Trinkgeld nicht über die Karte abrechnen, geben Sie stattdessen einen kleinen Schein oder eine Münze.
Vor dem Aufrunden die Rechnung prüfen
Der offizielle Wiener Reiseführer empfiehlt, zu prüfen, ob ein Trinkgeld bereits enthalten ist, und es nicht doppelt zu zahlen. In der Rechnung ist eine Pflichtzeile anzugeben; ein Kartenterminal-Vorschlag ist nicht dasselbe. Fragen Sie ruhig nach, wenn ein Etikett unklar ist, und entscheiden Sie dann einmal.
Die Kaffeehauszeit wird nicht nach Minuten berechnet
Wiener Kaffeehäuser laden zum Verweilen ein. Das Trinkgeld richtet sich trotzdem nach Rechnung und Bedienung, nicht nach den Minuten, die Sie mit der Zeitung verbringen. Ein runder Endbetrag wirkt natürlicher, als lose Centmünzen auf dem Tisch zu verteilen.
Eine kleine Trinkgeldreserve für Österreich
Mit 1- und 2-Euro-Münzen sowie 5-Euro-Scheinen lassen sich die meisten kleinen Dankeschöns abdecken. Bewahren Sie sie getrennt von der Hauptreserve auf, damit ein Gepäckträger oder Taxifahrer nicht erst Ihren 100-Euro-Schein wechseln muss. Euro sind für den Empfänger praktischer als ausländische Münzen.
Drei Fehler, die es zu vermeiden gilt
- An jedem Tresen einen festen Prozentsatz geben, selbst bei Selbstbedienung.
- Erst das gesamte Wechselgeld annehmen und danach versuchen, die Zahlung noch einmal nachzustellen.
- Die Formulierung stimmt so bevor Sie überprüfen, wie viel Bargeld Sie tatsächlich übergeben haben.
