Österreichs offizielle Tourismusorganisation empfiehlt Bargeld für kleine Einkäufe, weil Kartenzahlungen zwar üblich, aber nicht überall möglich sind. Der passende Betrag hängt stark vom Tagesplan ab: Auf einer Museums- und Bahnrunde durch Wien kommen Sie fast vollständig mit Karte aus, während bei einer Hüttenübernachtung womöglich alle noch offenen Kosten bar zu zahlen sind.
Wählen Sie die Reserve passend zum Tag
Reisestil und Gruppengröße spielen eine Rolle. Familien sollten die tatsächlichen Kosten ihrer Route zusammenrechnen, statt eine Schätzung für Alleinreisende einfach zu vervielfachen.
Bargeld nach Aufgaben planen
| Aufgabe des Bargelds | Warum es wichtig ist | Nützliche Stücke |
|---|---|---|
| Kaffeehaus oder kleines Restaurant | Das Lokal kann Bargeld bevorzugen oder einen Mindestbetrag für Kartenzahlung festlegen. | 5, 10 und 20 Euro |
| Trinkgeld direkt am Tisch nennen | Mit kleinen Scheinen und Münzen lässt sich leicht passend oder rund zahlen. | 1, 2 und 5 Euro |
| Marktstand | Schnelles, möglichst passendes Bezahlen schont das Wechselgeld des Verkäufers. | 5 und 10 EUR sowie Münzen |
| Überlandbus, Taxi oder lokaler Transfer | Die Zahlungsmöglichkeiten können eingeschränkter sein als in der Stadt. | 10, 20 und 50 Euro |
| Berghütte | Kartenzahlung oder eine stabile Verbindung können fehlen. | Gesamter Restbetrag in Scheinen zu 10, 20 und 50 EUR |
| Notfallpuffer | Eine Mahlzeit und den Rückweg, während Sie ein Kartenproblem klären. | Ein separat verwahrter 50-Euro-Schein |
150 Euro sinnvoll aufteilen
Ergänzen Sie die Reserve mit einigen 1- und 2-Euro-Münzen aus dem normalen Wechselgeld. Geben Sie diese nicht gleich im ersten kartenfreundlichen Supermarkt aus; später machen sie das Bezahlen in einem Café, das nur Bargeld nimmt, deutlich einfacher.
Planen Sie drei getrennte Reserven
- Bargeld für laufende Ausgaben: was Sie voraussichtlich ausgeben, bevor wieder ein Bankomat leicht erreichbar ist.
- Reserve für Trinkgeld und Wechselgeld: Münzen und kleine Scheine für mündlich genannte Endbeträge und kleine Einkäufe.
- Reserve für die Route: ein unangetasteter Schein oder die gesamten Rückfahrtkosten, getrennt aufbewahrt.
Bei einer Routenänderung rechtzeitig abheben
Folgen Sie keiner starren Regel wie „alle drei Tage zum Geldautomaten“. Stocken Sie die Reserve auf, bevor Sie einen Ort verlassen, wenn die Kartenzahlung am nächsten Ziel nicht bestätigt ist oder das verfügbare Bargeld nicht mehr für eine Mahlzeit plus Rückweg reicht. Nutzen Sie einen bankgebundenen Bankomaten, prüfen Sie die Betreibergebühr und wählen Sie EUR statt einer unerwünschten Umrechnung in Ihre Heimatwährung.
Weihnachtsmärkte verdienen eine eigene Tasche
Auf großen Stadtmärkten ist Kartenzahlung immer häufiger möglich, kleine Stände und ländliche Adventsmärkte bevorzugen jedoch weiterhin oft Bargeld. Legen Sie vor dem Besuch ein Marktbudget fest und stellen Sie es vor allem aus 5-, 10- und 20-Euro-Scheinen zusammen; größere geplante Einkäufe können auf eine separate Karte. So plündert der Weihnachtseinkauf nicht versehentlich die Reserve für Berge oder Rückfahrt.
Tragen Sie nicht das gesamte Urlaubsbudget mit sich herum
Offene Hotelrechnungen, Bahnbuchungen und größere Einkäufe zahlen Sie meist besser mit einer geeigneten Karte. So bleibt die Transaktion nachvollziehbar, und ein verlorenes Portemonnaie enthält nicht gleich das gesamte Reisebudget. Wer die EU-Außengrenze mit 10.000 EUR oder mehr in Bargeld oder gleichgestellten Zahlungsmitteln überschreitet, muss den Betrag anmelden. Eine normale Reisereserve sollte weit unter dieser Schwelle liegen.
Der Geld-Check am Vorabend
- Notieren Sie, an welchen Stationen Sie morgen sicher oder möglicherweise bar zahlen müssen.
- Ziehen Sie bereits online bezahlte Kosten ab.
- Rechnen Sie die Rückfahrt und eine einfache Mahlzeit hinzu.
- Erhöhen Sie den Puffer für ländliche Strecken und Bergtouren.
- Stellen Sie den Betrag aus Scheinen zusammen, die sich leicht ausgeben lassen.
- Bewahren Sie Ersatzkarte und Routenreserve getrennt auf.
